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Granatäpfel sind geballte Lebenskraft. In ihnen steckt eine wertvolle Vielfalt an Antioxidantien und Vitalstoffen. Nicht umsonst ist die Götterfrucht als eine der ältesten Kulturpflanzen Symbol für Fruchtbarkeit und Schönheit.

Einst stritten die griechischen Göttinnen Athene, Aphrodite und Hera, welche von ihnen die Schönste sei. Der Trojaner Paris beendete den Zwist mit einer einfachen Geste. Er überreichte Aphrodite einen reifen Granatapfel – die Frucht ihres Lieblingsbaumes – und kürte sie damit zur schönsten Göttin. Seitdem ist der Granatapfel Sinnbild für das Schöne, Fruchtbare und Sinnliche. Doch es kommt nicht von ungefähr, dass ausgerechnet der Granatapfel diese symbolträchtige Rolle in der griechischen Mythologie zugewiesen bekam.

Quer durch die gesamte Menschheitsgeschichte taucht der Granatapfel als Sinnbild immer wieder auf. Bereits in der Bibel wurde der Granatapfel verewigt. Seine Frucht soll es gewesen sein, die Eva vom „Baum der Erkenntnis“ pflückte. Als Symbol der Ehe begründete der Granatapfel ein Ritual bei den alten Griechen und Römern: Sie ließen junge Bräute blühende Granatapfelzweige tragen.

Granaten, scharlachrote Halbedelsteine, die in Form und Farbe an Granatapfelkerne erinnern, tragen ihre Namen in Anlehnung an die Frucht. Ebenso die unheilbringenden Granaten – die Kanonenkugeln. Hintergrund dieser Namensgebung ist, dass der Granatapfel nicht nur für Leben und Fruchtbarkeit stand, sondern auch für Macht – man erinnere sich an den Reichsapfel – und aufgrund seiner Farbe ebenso für Blut und Tod. Auch die spanische Stadt Granada ist mit dem Granatapfel verbunden: Einst trugen die maurischen Könige Wappen mit dem Schriftzug „Sauer und dennoch sü.“. Damit wollte man zum Ausdruck bringen, dass gute Könige, gleich den Granatäpfeln, Strenge und Güte miteinander vereinen. In der chinesischen Medizin hingegen ist der Granatapfel als Aphrodisiakum bekannt.

Copyright esbjerg.com Fotografin: Maja

Potente Wächter der Gesundheit

Granatäpfel enthalten starke Antioxidantien – im Granatapfelsaft sogar in dreifach stärkerer Konzentration, als es beispielsweise bei Rotwein oder grünem Tee der Fall ist. Antioxidantien sind vielseitige und potente Wächter der menschlichen Gesundheit. Sie kommen unter anderem bei Herzleiden, Bluthochdruck und zur Krebsprävention zum Einsatz, schützen die Gefäße und stärken das Immunsystem. In der Kosmetik sind sie für ihre einzigartig zellschützende Wirkung bekannt: zur Reduktion von Falten und als Prophylaxe gegen Hautalterung. Neben dem antioxidativen Pflanzeninhaltsstoff Polyphenol bietet der Granatapfel noch weitere schützende Inhaltstoffe. So besitzen die roten fleischigen Kerne östrogenwirksame Steroide und den höchsten Anteil an Gamma-Linolensäure im gesamten Pflanzenreich. Die dreifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure stärkt den Säureschutzmantel der Haut und verbessert die Hautelastizität. Zudem helfen die enthaltenen Pflanzeninhaltsstoffe Hautirritationen wie Reizungen, Trockenheit und Juckreiz vorzubeugen, während der Fruchtextrakt die Poren verfeinert und so zu einem ebenmäßigeren Hautbild verhilft.

Der Extrakt aus Granatapfel bündelt diese begehrte Wirkstoff-Bandbreite. Hergestellt durch Hochdruckextraktion mit natürlicher Quellkohlensäure, gibt es bei diesem Verfahren keinerlei Rückstände, sodass auch hier alle strengen Kriterien der Naturkosmetik erfüllt werden.

Seit Jahrtausenden gewinnt der Mensch das Öl der Oliven durch Auspressen der Früchte. Die bekömmliche Wirkung wusste man seit jeher zu schätzen und heute attestiert die Ernährungswissenschaft dem Olivenöl das gesündeste pflanzliche Speiseöl zu sein. Aber auch in der Kosmetik hat das Olivenöl Einzug gehalten – als Lieferant hochwertiger Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente.

Diese Erfolgsstory hat eine lange Geschichte: Schon in der Antike wurde der Ölbaum als heilig verehrt, seine Kultivierung ist ab 2000 vor Christus nachweisbar und archäologische Funde zeugen von Herstellung, Verwendung und Vermarktung von Olivenöl durch Ägypter, Babylonier, Minoer, Griechen und auch Römer. Heute wie damals hängt die hochwertige Qualität des Öls zur Hälfte von der ausgewählten Olivensorte und deren Reifegrad ab. Für die Ölherstellung wird die gesamte Steinfrucht verarbeitet. Die Produktionsverfahren – Ernte, Transport und Ölgewinnungstechnik – sind der zweite maßgebliche Faktor für die Herstellung von hochqualitativem Nativem Olivenöl extra. Zuletzt spielen auch Aufbewahrungsart und –dauer eine Rolle.

Im Gegensatz zu anderen Pflanzenölen verfügt das Native Olivenöl extra über eine ausgewogene Zusammensetzung an Fettsäuren, hochwertigen Mineralstoffen und Spurenelementen sowie Vitamin A und einen hohen Anteil an Vitamin E. Das in Olivenöl enthaltene Vitamin E verhindert die Oxidation vieler Stoffe während ihres Transports im Blut und schützt somit die roten Blutkörperchen. Zudem stabilisiert es die Zellmembrane und entfaltet auf diese Weise sogar einen verblüffenden Anti-Aging-Effekt. Der Alleskönner Olivenöl übt ebenso eine positive Wirkung auf den Verdauungstrakt aus, reguliert die Säureproduktion im Magen und wird bei Magengeschwüren empfohlen.

Klassifikation der Olivenöle

Wenn von den herausragenden Eigenschaften des Olivenöls die Rede ist, sind damit immer Öle mit der Bezeichnung „Natives Olivenöl extra“ gemeint. Denn diese Bezeichnung dürfen nur solche Öle tragen, die aus hochwertigen Oliven mit Hilfe von Extraktionstechniken gewonnen werden, die deren Qualität nicht beeinträchtigen. Die hochwertigsten Nativen Olivenöle extra liefert die Kaltpressung ohne Wasserzusatz. Alle anderen Olivenölsorten weisen Qualitätsmängel auf – seien es die Verwendung beschädigter Früchte oder die Folgen m.ngelbegünstigender Verarbeitungskriterien.
Nach den von der Europäischen Union festgelegten Qualitätsstufen werden solche minderen Öle entweder als „Natives Olivenöl“, „Olivenöl“ und im letzten Schritt als „Oliventresteröl“ bezeichnet. Das Tresteröl steht auf der untersten Qualitätsstufe und wird aus den Pressrückständen mit Hilfe von Lösungsmitteln wie Hexan oder Benzol ausgelöst. Es ist nur dann zum Verzehr zugelassen, wenn es mit „Nativem Olivenöl“ gemischt wurde.

 

Copyright esbjerg.com Fotograf: Heinz Schmölzer

Olivenblattextrakt

Eine der wichtigsten Substanzen des Olivenbaums ist das Oleuropein – ein sehr starkes Antioxidans. Es ist wichtiger Bestandteil der Frucht und somit auch des Olivenöls, besonders konzentriert findet sich der bittere Stoff jedoch in den Olivenblättern. Dort ist die Konzentration um das 3000fache höher als im Olivenöl. Grund dafür ist, dass die Blätter rund fünf Jahre am Baum bleiben, während Oliven nur ein paar Monate auf den Zweigen hängen. Zur Gewinnung des wertvollen Extraktes werden die Blätter noch vor der Olivenernte von Hand gepflückt und sofort frisch weiterverarbeitet.
Das Wirkungsspektrum von Oleuropein ist beachtlich: es hat antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften und ist der Grund für die hohe Widerstandskraft der Olivenbäume, die bis zu tausend Jahre alt werden können. So wirkt Olivenblattextrakt als Oxidationshemmer, der Freie Radikale fängt, an sich bindet und deren schädigende Wirkung auf Körperzellen neutralisiert. In der Kosmetik beugt Olivenblattextrakt einer frühzeitigen, lichtbedingten Hautalterung vor und die Haut wird zusätzlich vor Irritationen bewahrt.

Die wohl wichtigsten Badetraditionen gingen vom Römischen Reich aus. Die Römer schufen alle strukturellen Voraussetzungen für eines ihrer wichtigsten Prinzipien, das der Dichter Juvenal formuliert hatte: „mens sana in corpore sano“ („Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“). Ihre monumentalen Bäder glichen architektonischen Meisterwerken und ihre zur Kunstform erhobenen Badepraktiken verbanden den Akt der Reinigung mit körperlicher Ertüchtigung und gesellschaftlicher Unterhaltung.

Mit den zum Bersten vollen Badehäusern des alten Roms war ein entscheidender kultureller Schritt vollzogen: Wasser war nicht mehr nur praktisch, sondern auch ein Vergnügen. Jene Art öffentlicher Badekultur, die auch mit ausufernder Sinnlichkeit einherging, nahm mit dem Niedergang des Römischen Reiches und den neuen Moralvorstellungen jedoch vorläufig ihr Ende. Angelehnt an die römischen Bäder bauten die Moslems ihre eigenen Badestätten – mit dem Unterschied, dass die prächtigen Hamams Orte der Muße und stiller Neubelebung waren. Die körperliche Reinigung, begleitet durch Musik und Meditation, zelebrierte zugleich physische Zurückgezogenheit und spirituelle Einkehr. Hier blieb man stunden-, manchmal auch tagelang. Auch heute noch sind Hamams wichtiger Bestandteil der Gesellschaftskultur islamischer Länder, zugleich hat Europa die exotischen Badeoasen für sich entdeckt.

Entstehung der Badekurorte

Der rasant wachsende Zustrom an Besuchern von Quellen, denen man magische Heilkräfte zuschrieb, trieb in Europa die Entstehung der ersten Badeorte voran. Die Reisenden hatten wenige Annehmlichkeiten zu erwarten. Außer den Quellen gab es nur bescheidene Unterkünfte und oftmals schlechte Verpflegung. Davon ließ man sich jedoch nicht beirren. Viele träumten von Wunderheilungen, aber auch die Realität hatte ihr Gutes: Viele Quellen linderten Hautkrankheiten und die Menschen empfanden den therapeutischen Effekt auf Körper und Seele fast als Wunder.

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„Wasser ist H 2O: zwei Teile Wasserstoff, ein Teil Sauerstoff. Aber da ist noch ein Drittes, das es zu Wasser macht. Und niemand weiß, was es ist.“ D.H.Lawrence

Mit der Reformation trat die Medizin an die Stelle von Alchemie und Magie und leitete einen tiefgreifenden Wertewandel ein: Reinlichkeit für die Gesundheit. Ärzte empfahlen enorme Mengen an Wasser mit hohem Mineralgehalt zu trinken, wodurch sämtliche Krankheiten kuriert werden sollten. Da bestimmten Quellen ein höheres Potential zur Heilung zugesprochen wurde, veränderte sich nun auch das Klientel. Mit der Aristokratie und den Wohlhabenden zog ein anspruchsvollerer Patientenkreis ein, der seinen luxuriösen Lebensstil auch während der Kur beibehalten wollte. Verlangt wurden exquisite Räumlichkeiten und elegante Anlagen – der Grundstein für die Entstehung prachtvoller Kurorte war gelegt. Die alten römischen Bäder erfuhren eine Renaissance und Europa lag im Kurfieber. Man badete gemeinsam, erlebte die Belebung und Verjüngung, entspannte die Seele und stärkte den Geist. Die Bäder dienten auch dazu, sich von den viktorianischen Moralvorstellungen zu erholen, denen man sich im normalen Leben nicht entziehen konnte. So frönte man im eingeschworenen Kreis der Kurgäste der zügellosen Erotik und genoss die unbeschwerte Freizügigkeit. Beethoven und Goethe bevorzugten die Kur in Karlsbad, Napoleon pflegte den Müßiggang in Vichy und Turgenjew entspannte in Baden-Baden.

Neuer Wassertrend – Neue Mythen

Bedingt durch die Weltkriege im 20. Jahrhundert verloren die Bäder an Bedeutung. Erst der Fitness-Boom der 1980er Jahre brachte das Wasser wieder ins Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit und an jenen Punkt, wo die Gesellschaft seit jeher essenziellen Bedarf hat und wohl immer haben wird: an physischer und psychischer Gesundheit. So haben auch neue Mythen den Einzug in die Welt des Wassers gehalten. Getragen von der Hoffnung, man könne dem allgegenwärtigen Wasser seine letzten Geheimnisse entlocken. Einer dieser neuen Mythen – die wissenschaftlich weder belegt und teilweise aber auch nicht widerlegt werden konnten –, ist das „belebte Wasser“. Ausgangspunkt des Begriffs sind die Beobachtungen des Tiroler Försters und eigenständigen Naturforschers Viktor Schauberger, der in den 1920er Jahren zur Auffassung gelangte, dass unbekannte Antriebskräfte in der Natur wirken, die in konzentrischen Wasserwirbeln Energie freisetzen. Daraus entwickelte er den Schauberger-Trichter, einen hyperbolischen Trichter zur Verbesserung der Trinkwasserqualität, der das Wasser, statt es in geraden Leitungen zu halten, in seinen Ursprungszustand von Spiralkurven zurückführt und dadurch energetisiert und die Qualität verbessert. Ähnlich verhält es sich auch mit dem „Grander Wasser“, dessen Verfahren zur Wasserbelebung ein gesundes Milieu für nützliche Mikroorganismen im Wasser verspricht. Wissenschaftlich nicht erwiesen, schwören die mittlerweile weltweiten Kunden trotzdem auf die Wirksamkeit von Grander-Wasser. In den Reigen der neuen Wasser-Mythen reiht sich auch der Japaner Masaru Emoto ein. Sein Thema ist die Wasserkristallfotografie, in deren Rahmen er versucht die Form der Kristalle mit Qualität und Zustand des Wassers in Verbindung zu bringen. So meint Emoto, dass sich Wasser durch Gefühle „beseelen“ und verbessern ließe – etwa durch die Beschallung mit Musik.

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„Wenn der Brunnen trocken ist, erkennen wir den Wert des Wassers.“ Benjamin Franklin

Man mag an diese neuen Mythen rund um das Wasser und seine Fähigkeiten glauben oder nicht, ein schöner Gedanke ist es dennoch – die Beseelung des Wassers. Zumal doch ein wahrer Kern darin steckt. Denn unter der Beseelung des Wassers könnte man auch die Beseelung des Menschen verstehen. Und dieses Kunststück hat das Wasser im Laufe der Geschichte immer wieder vollbracht. Heute nennen wir es Wellness. Die Balance zwischen Geist und Körper hat in unserer beschleunigten Zeit mehr denn je an Bedeutung gewonnen. Und wieder steht das Wasser als universelles Element im Mittelpunkt. Als effektiver Helfer für Schönheit und Gesundheit. Als wohltuender Entschleuniger. Als Reduktion auf das Wesentliche – sei es das ruhige Wannenbad zu Hause, das den Geist von unzähligen Eindrücken erholt. Ein Kurztrip mit Freunden in ein Thermenhotel, wo man während des Baderituals nicht nur sich selbst pflegt, sondern auch seine sozialen Kontakte. Oder aber das simple Glas frisches Wasser, das unseren Organismus seit jeher belebt und uns darauf besinnen lässt, dass jeder Tropfen davon nicht nur kostbar ist, sondern auch ein Teil von uns selbst.

Wie lange dauert ein Augenblick? Schwer zu beantworten, werden sich die meisten denken. Doch eines ist klar: Er dauert nicht länger als drei Sekunden. Denn in dieser kurzen Zeitspanne gliedern die Menschen fast alle ihre kommunikativen Handlungen. Allen voran steht der Augenkontakt, der in Bruchteilen von Sekunden mehr über einen Menschen verrät, als er vielleicht preisgeben möchte.

Das gesprochene Wort besitzt Macht. Doch weit nicht so viel, wie man glauben möchte. In der direkten persönlichen Kommunikation steht die verbale Ebene sogar – zugespitzt gesagt – auf verlorenem Posten, während die nonverbale Kontaktaufnahme rund 97 % der zwischenmenschlichen Verständigung ausmacht. Es geht also in erster Linie nicht darum, was wir sagen, sondern wie wir es vermitteln.

Im Reigen der vielschichtigen Gestik und Mimik nimmt der Blick eine besondere Rolle ein. Er ist sozusagen das A und O der körpersprachlichen Ausdrucksform – und das unabhängig von Alter, Geschlecht und Kultur. Ein kurzer Blick genügt, um Aufschluss über den Gemütszustand seines Gegenübers zu bekommen. Sympathien und Abneigungen festigen sich im Moment des ersten Augenblicks. Und da sind sie wieder – die magischen drei Sekunden, auf die alle wesentlichen kommunikativen Handlungen beschränkt sind – sei es das Händeschütteln, eine Umarmung oder aber eine Drohgebärde. Wer einem fremden Menschen in die Augen sieht, wird bald merken, dass der Menschheit auch hier der Drei-Sekunden-Rhythmus ins Blut übergegangen ist. Ist diese Zeitspanne verstrichen, neigen wir dazu, zu blinzeln oder wegzusehen.

Schlaf macht attraktiv

Die Augen als Spiegel der Seele sind daher nicht bloß eine romantische Überhöhung, sondern Teil unserer bewussten und unbewussten Realität. Und auch die Redewendung „jemandem schöne Augen machen“ hat durchaus ihre Berechtigung. Was als schön bewertet wird, hängt dabei mit unterschiedlichen Faktoren zusammen.

Eine im British Medical Journal 2010 veröffentlichte Studie hat den sogenannten Schönheitsschlaf genauer untersucht und im Experiment einen direkten Zusammenhang zwischen Schlaflänge und Attraktivität nachgewiesen. Das Resultat: Unausgeschlafen wurden die Testpersonen als weniger attraktiv, weniger gesund und deutlich müder wahrgenommen.

Richtige Pflege – strahlende Augen

So kommt auch der Pflege rund um die Augen eine besondere Bedeutung zu, wenn es darum geht, die eigene Außenwirkung zu verbessern. In jedem Alter können Männer und Frauen strahlende Augen haben. Falten lassen sich mit der richtigen Pflege deutlich verfeinern, sie beeinträchtigen aber nicht das Empfinden rund um die Attraktivität, solange der Teint ebenmäßig ist, die Augen ausgeruht sind und der Blick Aufmerksamkeit signalisiert. So bedeutet Wellness für die Augen auch – falls nötig – vor den passenden optischen Hilfsmitteln nicht zurückzuschrecken. Niemand muss Kontaktlinsen tragen, wenn er diese nicht verträgt. Die Augen kommen mit einer gut angepassten Brille weit besser zur Geltung als gerötet und gereizt. Aufgelegte Beutel mit Kamillentee wirken beruhigend bei Rötungen im Auge und schon ein paar Gurkenscheiben schenken der sensiblen Haut rund um die Augen die nötige Feuchtigkeit. Wer dafür jedoch keine Zeit hat, sollte auf die kosmetischen Helferlein seines Vertrauens setzen. Die Verwendung hochqualitativer Naturkosmetik zeigt schon nach wenigen Anwendungen sichtbare Effekte mit dem Vorteil, dass die natürlichen Inhaltsstoffe zugleich eine nachhaltige Wirkung entfalten und dem zerknitterten, müden Erscheinungsbild entgegenwirken: Die Haut wird gestrafft, gestärkt und mit allen nötigen Vitaminen versorgt.

Die richtige Pflege bringt den Körper in Einklang mit der Seele. Das Erste, das wir in diesem Zusammenhang wahrnehmen, ist eine gesunde Haut. Das unbestrittene Erfolgsrezept dafür: Ein breites Wirkungsspektrum der Natur nutzen, das, gebündelt in natürlichen Kosmetikprodukten, für nachhaltiges Wohlbefinden sorgt.

Die Suche nach Gesundheit und Schönheit gleicht in der heutigen Zeit oftmals einer Odyssee. Unreflektierte Gewohnheiten, täglicher Zeitdruck und ein Überangebot an Produkten haben den Menschen weit von seinem eigentlichen Weg abgebracht – einem naturnahen Lebenswandel, der all das ermöglichen könnte, was Lebensmittel- und Kosmetikindustrie versprechen. Vom widerstandsfähigen Organismus bis hin zur glatten faltenfreien Haut liest man allerorts. Das klingt verlockend. Doch der Körper kann nur vital und schön sein, wenn gesunde Ernährung und nachhaltige Pflege Hand in Hand gehen. Wer in sich hineinspürt, weiß sofort, welche Nahrungsmittel auf dem eigenen Speiseplan verträglich sind. In der Kosmetik verhält es sich schon etwas schwieriger. Wo mit Weichmachern und anderen Zusatzstoffen gearbeitet wird, wird Haut und Haaren oft ein Zustand vorgegaukelt, der de facto nicht existiert. So verstopfen manche herkömmliche Cremen die Poren und legen sich wie ein Film auf die Haut. Äußerlich entsteht der Eindruck von Geschmeidigkeit, doch schon die nächste Dusche bringt Ernüchterung. Unter der vermeintlich gepflegten Oberfläche leidet die Haut. Anstatt solche Produkte zu entsorgen, reagieren viele Menschen verkehrt. In der Hoffnung auf Regeneration verwenden sie noch mehr davon – ein Teufelskreis mit Folgen. Die Haut kann nicht atmen, Schadstoffe können nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden. Das echte Erscheinungsbild verschlechtert sich zunehmend: Die Haut wird trockener und faltiger. Dabei ist der Weg zur gesunden Pflege längst geebnet: Pflegeprodukte aus natürlichen Inhaltsstoffen unterstützen den Stoffwechsel und tragen damit nicht nur zur natürlichen Schönheit, sondern auch nachhaltig zur Gesundheit bei.

Was darf in meinen Körper?

Sowohl über die Haut als auch im Rahmen der Ernährung gelangen schädliche Substanzen in unseren Körper. Abgelagert im Bindegewebe belasten die chemischen Zusatzstoffe aus Nahrungsmitteln und Pflegeprodukten den Körper. Daher ist es wichtig zu wissen, was man isst und womit man sich pflegt. Natürliche Wirkstoffe helfen dem Körper in die Balance zu kommen und was physisch guttut, wirkt sich auch auf die Psyche aus. Daher lohnt jeder prüfende Blick, um dem Körper nur mehr das zuzuführen, wovon er profitieren kann. Das schließt viele Fertigprodukte der Lebensmittelindustrie aus. Denn es gilt: Gut ist, was frisch ist. Eine simple Frage dient der Orientierung im Supermarkt: Welche Produkte würde es ohne Lebensmittelindustrie geben? Die Auswahl, die dabei übrig bleibt, ist meist gesund oder zumindest vertretbar. Am Beispiel von Kartoffelchips bedeutet das: industriell gefertigt sind Chips nicht zu empfehlen. Oft aus Kartoffelpulver unter Beigabe von Geschmacksverstärkern in Scheibenform gepresst und dann in billigem Fett frittiert, passen sie nicht auf einen ausgewogenen Speiseplan. Trocknet man hingegen Scheiben aus frischen Kartoffeln im Backofen, beträufelt sie mit hochwertigem Pflanzenöl und verwendet natürliche Gewürze, können Chips sehr wohl Bestandteil einer gesunden Ernährung sein. zu kommen und was physisch guttut, wirkt sich auch auf die Psyche aus. Daher lohnt jeder prüfende Blick, um dem Körper nur mehr das zuzuführen, wovon er profitieren kann. Das schließt viele Fertigprodukte der Lebensmittelindustrie aus. Denn es gilt: Gut ist, was frisch ist. Eine simple Frage dient der Orientierung im Supermarkt: Welche Produkte würde es ohne Lebensmittelindustrie geben? Die Auswahl, die dabei übrig bleibt, ist meist gesund oder zumindest vertretbar. Am Beispiel von Kartoffelchips bedeutet das: industriell gefertigt sind Chips nicht zu empfehlen. Oft aus Kartoffelpulver unter Beigabe von Geschmacksverstärkern in Scheibenform gepresst und dann in billigem Fett frittiert, passen sie nicht auf einen ausgewogenen Speiseplan. Trocknet man hingegen Scheiben aus frischen Kartoffeln im Backofen, beträufelt sie mit hochwertigem Pflanzenöl und verwendet natürliche Gewürze, können Chips sehr wohl Bestandteil einer gesunden Ernährung sein.

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In der Kosmetik verhält es sich genauso. Unverfälscht entfalten natürliche Ingredienzien ihre kraftvolle Wirkung. Gerade alte Hausmittel haben sich über Generationen bewährt – als Schönheitsmittel und bei körperlichen Beschwerden. Wer seinem Körper Gutes tun will, muss allerdings nicht unbedingt im Wald Kräuter sammeln. Hochwertige Naturkosmetikprodukte haben sich die positive Wirkung natürlicher Inhaltsstoffe zu eigen gemacht und heben sich mittlerweile deutlich von Massenprodukten ab. Sie garantieren für die Verwendung qualitätsvoller Naturstoffe und die Einhaltung strenger Produktionskriterien wie beispielsweise Verzicht auf Einsatz von Weichmachern. Aber um auch hier eine individuell abgestimmte Wahl zu treffen, muss man wissen, was die Haut benötigt, um bestens versorgt zu sein, und welche Eigenschaften einzelne Pflanzen haben. Am Beispiel von biologischem Weizenkeimöl und hochwertiger Aloe Vera zeigt sich, welche umfassenden Kräfte in natürlichen Stoffen stecken.

Wir wollen wallende Mähnen, aber keine Stoppeln auf der Haut. Denn nichts macht mehr an als ein glatter Körper. Er ist seit jeher Symbol für Jugend und Erotik und fühlt sich einfach besser an.

Für die Bezeichnung des Kopfhaares kennt die alte arabische Sprache nicht weniger als 33 Metaphern – von „Dunkelheit“ und „Netz“ über „Nacht“ bis hin zu „Rabe“. Das gepflegte, volle Kopfhaar galt bei Mann und Frau seit jeher als ästhetisch und erotisch, während die übrige Körperbehaarung schon immer ein lästiges Übel war, dem man mit allerlei Mitteln und Techniken beizukommen versuchte. Ein enthaarter Körper signalisierte sorgfältige Pflege, wer hingegen Haare auf dem Körper sprießen ließ, galt als nachlässig und unsauber. Schon der römische Dichter Ovid lieferte in seinem Werk „Ars amatoria“ eine Anleitung für die korrekte Pflege des weiblichen Körpers. Die Rasur gehörte zwingend dazu.

Speziell Frauen verfeinerten im Laufe der Zeit ihre Rituale zur Entfernung ungeliebter Körperbehaarung – auf den Beinen, unter den Achseln, aber auch im Schambereich. So kamen etwa in den Hamams eine Vielzahl von Enthaarungscremen und Salben zum Einsatz, darunter „Halawa“ – eine Mischung aus Zitronensaft, Wasser und Zucker, die ähnlich der Haarentfernung durch Wachs („Waxing“) wieder von der Haut abgezogen wurde und dabei das Haar samt Wurzel entfernte. Eine über Jahrhunderte tradierte Technik, die Frauen und Männern heute unter dem Namen „Sugaring“ nach wie vor Tränen in die Augen schießen lässt. Man stelle sich nur vor, in den antiken Badestätten zuckten die Körper unter denselben Schmerzen zusammen wie heute in modernen Enthaarungsstudios. Und immer galt die Tortur einem Ziel: Schön und begehrenswert zu sein. Solche Strapazen sind jedoch nicht jeder Haut Sache.

Streichelweich

Die Nassrasur ist nach wie vor die hautverträglichste Variante der Haarentfernung. Zwar muss man öfter zum Rasierer greifen, um das seidige Hautgefühl zu erhalten, dafür hat man bei korrekter Handhabung mit „solidem Werkzeug“ und hochwertiger Rasurpflege weit seltener mit Rötungen, Entzündungen und eingewachsenen Haaren zu kämpfen als bei Alternativmethoden wie Wachsen oder Zupfen.

Trotzdem gibt es auch in der Nassrasur einiges zu beachten, um das optimale Ergebnis zu erzielen: So sollten die Haare nicht länger als einen Zentimeter sein, da sich diese bei der Rasur sonst nicht aufrichten und nur schwer abrasiert werden können. Gerade an besonders sensiblen Stellen wie Achseln oder Intimzone bedarf es einer gut gespannten Haut, um gründlich und sicher rasieren zu können. Zudem sollte die Klinge nur bei unempfindlicher Haut gegen die Haarwuchsrichtung geführt werden. Der regelmäßige Feinschliff passiert am besten in Form eines Peelings. Es entfernt abgestorbene Hautschüppchen und verhindert das Einwachsen der Haare.

Wer diese Tipps berücksichtigt, wird verwundert sein, wie schnell die Haut zu jugendlicher Geschmeidigkeit zurückfindet. Dann lässt man am besten die anderen darüberstreicheln und eines bleibt dabei sicher nicht aus: der „Wow – wie glatt!“-Effekt und vielleicht noch ein wenig mehr …

Mit Wasser hat alles seinen Anfang genommen. Ohne das universelle Element könnte kein Organismus, kein Ökosystem dieser Welt existieren. So begleitet das unverzichtbare Elixier den Menschen – in seinem Leben, seiner Kultur, seinen Mythen und Träumen. Ein Streifzug durch die Geschichte des Wassers und seiner Bedeutung für unsere Existenz.

Wer einen Tropfen Wasser betrachtet, betrachtet gewissermaßen sich selbst. Der Mensch besteht zu rund zwei Drittel aus Wasser. Kein Mensch, kein einziger Organismus auf dieser Welt hätte sich ohne Wasser je entwickeln können. Dieses Wissen existierte schon lange, bevor es überhaupt niedergeschrieben werden konnte, und bereits in der Antike wurde das Wasser als Quelle allen Seins verehrt.

Der deutsche Philosoph Hegel nannte es das Element des selbstlosen Gegensatzes. „Das Wasser hat Dasein als Sein-für-Anderes … seine Determination ist, das noch nicht Besondere zu sein, und darum ist es früh ‚die Mutter alles Besonderen‛ genannt worden.“ Quer durch die Zivilisationen, von denen die meisten annahmen, dass das Leben im Meer begonnen hatte, entstanden zahlreiche Schöpfungsmythen, die in ihrer jeweiligen Abwandlung stets das Wasser als Spiegel des Universums darstellten und schließlich ihre Fortführung in den Weltreligionen fanden. So heißt es im ersten Buch Mose: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer und es war finster aus der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.“ Im japanischen Schöpfungsmythos erwacht ein gigantischer Karpfen aus seinem Schlaf und schl.gt so heftig um sich, dass er eine Flutwelle auslöst, aus der sich die Erde in Gestalt der japanischen Inseln erhebt. Der indische Gott Vishnu hingegen formt die Erde, während er auf einer Schlange ruht, die auf kosmischen Gewässern gleitet.

Antike Wasser-Mythen

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Von der Antike an verehrte man eine Reihe von Wassergottheiten. Manche waren gut, andere böse. Sie waren jedoch durchwegs allmächtig. Wie Okeanos, der Ursprung aller Götter und zugleich die Welt umfließender Strom, oder Poseidon, der Gott des Meeres. Die wohl verführerischste der mit Wasser in Zusammenhang gebrachten klassischen Gottheiten ist Aphrodite bzw. Venus als ihr römisches Pendant. Der Sage zufolge entstieg sie, geboren aus dem Meeresschaum von Samen und Blut, auf Zypern einer Kammmuschel. Sie war so anmutig und schön, dass die Jahreszeiten herbeieilten und bezaubert waren von ihrem Anblick. Als Göttin der Liebe und Schönheit inspirierte die „Schaumgeborene“ zahlreiche Künstler. Daraus entstanden einige der größten Meisterwerke in der Kunstgeschichte wie die griechische antike Statue „Venus von Milo“, Botticellis Gemälde „Geburt der Venus“ oder Tizians Werk „Venus von Urbino.“

Man glaubte ebenso an Wassernymphen, die über Bäche, Quellen und Grotten herrschten, an Meeresnymphen, die Seefahrer und Schiffbrüchige retteten, aber auch an Wasserungeheuer und Meerjungfrauen – verführerische und unwiderstehliche Wesen –, die mit ihrer dämonischen Anziehungskraft Männer um den Verstand und zuweilen ihr Leben brachten. Sie verkörperten den lebensbedrohenden und zugleich lebensspendenden Aspekt des Wassers. Aber nicht nur in der Mythologie, auch in kulturellen Riten fand die Verehrung des Wassers ihren Ausdruck. Um Regen zu erzeugen, vollzog man geisterhafte Zeremonien, in deren Rahmen Regentänze bis zur Trance getanzt wurden. Es wurden Opfer dargebracht oder Prozessionen mit Beschwörungsgesang abgehalten. Mit geweihtem Wasser wusch man „Das Böse“ fort und unterzog die Seele einer spirituellen Reinigung, wie sie in allen Kulturen auch die Waschung von Toten darstellt. Und nicht zuletzt symbolisiert das Ritual der Taufe für Gläubige bis heute die Verbundenheit mit Gott.

Um die besten Pflegemittel auswählen zu können, müssen wir Bescheid wissen, wie die Haut als größtes Organ des Menschen funktioniert. Bestehend aus drei Schichten – Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subcutis) – dient sie als effektiver Schutz des Körpers. Während die Oberhaut der ersten Immunabwehr, dem UV-Schutz und dem Schutz vor Austrocknung dient, ist die Lederhaut für die Fettproduktion durch die Talgdrüsen und die Thermoregulation verantwortlich. Hier sitzt das Alarmsystem der Haut, Nährstoffe werden durch Blutgefäße transportiert und Schadstoffe über die Schwei.drüsen ausgeschieden. Auch die Unterhaut ist wesentlich an der Regulation von Temperatur und dem Nährstofftransport beteiligt. Zudem werden hier Pheromone gebildet, das körpereigene Wasser durch Blutgefäße und das Lymphatische System reguliert. Zuletzt fungiert die Unterhaut auch als Polsterung und Isolierung.

Der Hydro-Lipid-Film

Auf der Hautoberfläche existiert ein dünner Film, der sich aus Hautfetten der Talgdrüsen, freigesetzten Lipiden und Bestandteilen des Schweißes zusammensetzt: der sogenannte Hydro-Lipid-Film. Die Fettsäuren werden auf der Hautoberfläche teilweise durch Lipasen (fettspaltende Enzyme) zersetzt; dadurch sinkt der pH-Wert der Haut auf 5,5–6,5, also ins leicht saure Milieu. Daher stammt der Begriff „Säureschutzmantel“. Er hat primär eine antimikrobielle Schutzfunktion und unterstützt die Geschmeidigkeit der Haut. lm Hinblick auf die Feuchtigkeitsversorgung spielt der Hydro-Lipid-Film keine tragende Rolle: diese Funktion übernimmt im Wesentlichen die Lipidschicht.

Für ein gesundes Aussehen unserer Haut sind zwei Faktoren maßgeblich: zum einen eine intakte, geschmeidige und flexible Hornschicht ohne sichtbare Schüppchen, zum anderen der Feuchtigkeitsgehalt in der Hornschicht.

In den Zellen binden hydrophile, also Wasser anziehende Substanzen das Wasser an sich. Der lmpuls für die Haut, diese Substanzen zu bilden, ist von ihrem Wassergehalt abhängig. Sie bestehen aus Aminosäuren, freien Carbonsäuren, Pyrrolidoncarbonsäure, organischen Säuren wie Milchsäure und Salzen wie Natrium, Kalium und Kalzium und Harnstoff.

Hautfeuchtigkeit bewahren

Um Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren, gibt es in der Naturkosmetik zwei effektive Strategien: Die erste zielt darauf ab, wasseranziehende Substanzen zu verwenden, die beim Auftrag Feuchtigkeit binden und sie in der Hornschicht festhalten. Sie werden durch entsprechende Wirkstoffe in der wässrigen Phase eingesetzt; wertvolle Phospholipide in pflanzlichen Ölen schleusen sie in die Haut und unterstützen ihre Hydratisierung. Die andere Variante nutzt die Fähigkeit pflanzlicher Öle, die Barriereschicht der Haut zu restrukturieren und die Wasserverdunstung der Haut zu verringern, ohne diese völlig abzudichten. Dadurch wird die Strömungsrichtung des hauteigenen Wassers nach innen gekehrt und die Hautfeuchtigkeit auf diese Weise erhalten. Phytosterole und Fettsäuren wie Öl-, Palmitin- und Palmitoleinsäure regenerieren die Lipidschichten, die für eine intakte Hornschicht maßgeblich sind.

Schließlich wirkt noch ein dritter Faktor hydratisierend: Emulsionen, die wir üblicherweise kosmetisch nutzen, enthalten je nach Emulgator- und Emulsionstyp gebundenes Wasser und das sogenannte Bulkwasser. Dieses wird in den hydrophilen Bereichen der Lipidschicht eingelagert und kann die Hornschicht sofort wirkungsvoll anreichern. Das gebundene Wasser der Emulsion wird dagegen nach und nach freigesetzt, gleich einem Wasserdepot. Zudem können Wirkstoffe aus einer Emulsion von intakter Haut besser aufgenommen werden, da sie in einer Form angeboten werden, die der Struktur der Hautlipide entspricht.

Avocadoöl und Traubenkernöl

Wahre Wunder vollbringen in diesem Zusammenhang Avocadoöl und Traubenkernöl. Reich an Lecithin, wird ihnen ein „Gleitschienen-Effekt“ zugeschrieben, der sie als optimale Einschleuser in die Haut für Wirkstoffe prädestiniert.

Weizenkeimöl

Auch das goldgelbe Weizenkeimöl reiht sich in die Liste der hochwertigsten natürlichen Inhaltsstoffe. Es zählt zu den teuersten Pflanzenölen und besitzt einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E. So wirkt es vorzeitiger Hautalterung wirksam entgegen und dient ebenso als ausgezeichnetes Schutzmittel für das Haar. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterstützen den Aufbau von Zellen der Haarwurzel und können Haarausfall stoppen. Aber auch in der Ernährung spielt Weizenkeimöl eine gewichtige Rolle. Es hilft, den Cholesterinspiegel zu senken, und steigert die körperliche Leistungsfähigkeit.

Aloe Vera

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Das unscheinbare Liliengewächs verfügt über eine außerordentliche Wirkstoffvielfalt, die in der Natur ihresgleichen sucht. Das einzigartige Biogeflecht der Aloe Vera beinhaltet Polysaccharide, Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und Aminosäuren – alles, was für einen gesunden menschlichen Organismus von Bedeutung ist. In der Naturkosmetik nimmt die „Kaiserin der Heilpflanzen“ daher eine wichtige Rolle ein und dient der körperumfassenden Vitalisierung. Da Aloe Vera kühlt und viel Feuchtigkeit spendet, zählt sie zu den besten Mitteln bei geschädigter Haut, insbesondere bei Sonnenbrand. Doch Vorsicht: Konzentration und Qualität der Pflanzenzusätze müssen stimmen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wirkt das Gel vom frisch abgeschlagenen Blatt am besten.

Es gäbe noch eine Vielzahl fantastischer Naturmittel aufzuzählen, deren Anwendungsgebiete ganze Lexika füllen. Doch auf den folgenden Seiten widmen wir uns explizit zwei großen Stars der Naturkosmetik – dem Olivenöl und dem Granatapfel.